
Zafra
7. Juni 2016
Torremejía
9. Juni 2016
Die Temperaturen steigen heute erstmals über 40 Grad. Die Hitze ist jedoch sehr trocken (ca. 20% rel. Luftfeuchte) und damit nicht vergleichbar mit Rheinland Pfalz (über 70%). Unter solchen Bedingung sind auch höhere Temperaturen sehr verträglich. Ausreichend trinken muss man jedoch unbedingt. Das ist für mich als "Wenigtrinker" ein Herausforderung. Trinken ohne Durst erfordert Konzentration und Disziplin. Mit 3 kg Gepäck weniger geht es heute auf eine Strecke mit vielen Weinbergen, Oliven und großen Bauernhöfen mit Schweinezucht. Morgens verlaufen wir uns in Zafra, weil die Hospitaleros der öffentlichen Herberge irritierende Pfeile angebracht haben. Hier wird noch um jeden Pilger gekämpft, anders als auf dem Camino Frances. Das kostet uns 2 km und eine halbe Stunde. Antonio will der Sonne entfliehen und rennt regelrecht voraus ..... und verläuft sich erneut. Ich bleibe als letzter hinter Michele zurück, weil ich meine Füße nicht überstrapazieren will. Xavier startet seinen persönlichen Wettkampf "Wer wird heute wieder Erster" und gewinnt diesen, wie auch in den Tagen zuvor. Das freut ihn immer sehr. Ich habe mich an die Rolle des letzten gewöhnt. Antonio erreicht trotzdem erst nach mir die Albuerge, denn er musste einen großen Teil der Strecke auf der Straße laufen. Heute habe ich mir meine erste Blase gelaufen, nicht groß aber ausbaufähig.




Im ersten Teil des Weges kann man sich praktisch nicht verirren, denn links und rechts des Weges verläuft ein Zaun. Weinberge und endlose Weite folgen danach.




